Lesung: Schutzraum - Seit dem 7. Oktober
Szenische Lesung mit dem Theaterkollektiv KGI - Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten. Im Rahmen unserer Reihe in Erinnerung an das genozidale Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023.
Die Anthologie Schutzraum - Seit dem 7. Oktober enthält Kurzgeschichten von zehn israelischen und nicht-israelischen Autor*innen, darunter Joshua Cohen, Maxim Biller, Asaf Schurr und Yaara Shehori. Es sind erste, aber anspruchsvolle literarische Versuche, sich mit einer Realität nach dem 7. Oktober 2023 auseinanderzusetzen, die die Möglichkeit der Darstellung und des Diskurses selbst bedroht. Sie unterscheiden sich in Perspektive und Stil voneinander, aber gemeinsam bieten sie den Leserinnen und Lesern ein literarisches Rüstzeug für das intellektuelle und emotionale Überleben – und eine Gemeinschaft, mit der sie den Schmerz und das Leid teilen und nach den richtigen Worten suchen können.
Die deutsche Ausgabe von Schutzraum ist bei Hentrich & Hentrich erschienen, herausgegeben vom Institut für Neue Soziale Plastik (Link).
Pressestimmen:
"Die Autor:innen versuchen die zerstörte, aufgebrochene Welt wieder neu zusammenzusetzen. Joshua Cohen schreibt 18mal den eigenen Namen untereinander. Was ist Geschichte? Nur eine Theorie? Und was machen junge und ältere Menschen aus ihrer eng geführten Theorie?" Demokratischer Salon, 27. Oktober 2024
"Beim Lesen will man Yaara Shehoris Einladung annehmen: 'Kommt und weint mit uns. Es ist noch Platz, hier, unter dem versengten Baum, neben dem zerstörten Haus. Genug Platz, im von Kugeln zersiebten Schutzraum, auf dem Feld, auf dem die reife Ernte am Stiel verfault.' Sie fasst das Leben in Israel seit dem 7. Oktober prägnant zusammen: 'Nur, wenn wir in Bewegung sind, sind wir okay. Mach etwas. Fahr. Sieh. Geh auf die Kundgebung. Steck dir eine gelbe Schleife an. Und noch eine. Wen soll das schon zurückbringen.' Ob ein Wunder geschehen wird?" Hagalil, 18. November 2024
Vor der Lesung ist von 16 bis 19:30 Uhr die Ausstellung 6:56 (Link) geöffnet.
Der Eintritt ist frei. Lesung und Ausstellung sind nicht für Kinder geeignet. Der Raum ist dem Erinnern gewidmet - Störungen akzeptieren wir nicht und haben ein entsprechendes Schutzkonzept vorbereitet.
Eine Veranstaltung des Makroscope e.V. in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Mülheim an der Ruhr. Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ und mit Mitteln der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur.

